Fleischmann Dampfmaschinen stationär

Nach nun 5 Jahren (2024) sammeln, restaurieren, tauschen sowie kaufen und verkaufen, habe ich von der Firma Fleischmann fast alle Dampfmaschinen-Modelle zusammen.
Die Antriebsmodelle der Firma Fleischmann habe ich schon früher komplettiert.
Es fehlen mir lediglich die beiden kleinsten Dampfmaschinen-Modelle der 105/0 und der 120 sowie die beiden größten Modelle 135/2 und das Lokomobil 155/2.
Falls hier jemand etwas anzubieten hat kann er sich gerne über das Kontaktformular bei mir melden!
Natürlich gab es auch von den verschiedenen Modellen unterschiedliche Ausführungen, da es im Laufe der Jahre immer irgendwelche Neuerungen gab

Fleischmann 105/1 von 1949

Stempelung: 
 

Diese Fleischmann 105/1 war ein Spontankauf.

Da ich noch keine hatte und diese gerade sehr günstig angeboten wurde, schlug ich zu. Ich wusste zwar, dass der Kamin nicht original ist, aber er war sehr passend zu dem Modell.

Als die Machine ankam, sah ich erst, dass es sich um ein sehr frühes Modell handelt.
Das sieht man an der großen Öffnung, für den damals noch genutzten Spiritusbrenner.

Willkommen in der Fleischmann-Sammlung !

Fleischmann 105/1 von 1952

Stempelung: 
 

Ein ersteigerter Zufallstreffer.
Eine original Fleischmann 105/1 mit Karton, Beschreibung und original Zubehör. Alles komplett und in kaum genutztem Zustand.

Freue mich sehr über diese Ausführung! 

Fleischmann 120/1 von 1953

Stempelung: weiße 13/3 (13KW 1953)

Ein Internetschnapper - 2 Maschinen für unter 8 Euro ersteigert und eine vernünftige davon wieder rausbekommen.
So kann es auch mal gehen.
Es gibt nur noch eine kleinere Version, nämlich die 120 von Fleischmann. Diese hat keine Dampfpfeife und hat somit nur 2 Eingänge auf dem Kessel. Einen für das Sicherheitsventil und einen für das Dampfrohr - dieses Modell fehlt mir aber leider noch in meiner Sammlung, da es eine absolute Rarität ist die schwer zu finden ist.
Immerhin habe ich jetzt aber eine 120/1 in der Sammlung. 
Lediglich der Kamin fehlt noch -  für die Aufnahmen habe ich einen bei meinen 120/2ern geliehen.

Fleischmann 120/2 von 1952

Stempelung: weiße 52 (1952)

Mit marmorierter Grundplatte (rechts im Bild).
Diese Maschine war leider auch in einem schlechten Zustand als ich sie bekam. Die Grundplatte wurde mit einem Pinsel grob übermalt und leider hat auch das Schwungrad, wie bei fast allen Modellen dieser Zeit, Zinkfraß angesetzt.
Weiterhin war leider am Kessel die Öffnung für die Einfüllschraube bzw. Ablassschraube zugelötet. Glücklicherweise bekam ich durch Zufall einen neuen Kessel inkl. der fehlenden Schraube.
Ich nahm mir hier mein erstes Projekt vor, eine Grundplatte mit den Mitteln, welche damals vorhanden waren, zu marmorieren. Nicht mit Airbrush, sondern mit dem Ruß einer brennenden Kerze. Es brauchte etwas Übung aber das Resultat hat mich dann doch positiv überrascht. 
Danach wurde die Grundplatte mit hitzebeständigem Klarlack versiegelt. Früher wurde dafür Firnis oder Kopallack verwendet. Das sieht man oft an älteren Maschinen die eine fast lederne Grundplattenoberfläche haben.

26.02.2023
Heute konnte ich die Maschine endlich fertigstellen.
Ich bekam ein 1952er Aggregat OHNE Zinkfraß, was eine absolute Seltenheit ist.
Jetzt ist die Maschine komplett.

Fleischmann 120/2 (Ausführung 1958/1959)

Stempelung: Ohne

Mit grüner Grundplatte.
Diese Maschine war ein Glückstreffer. Sie ist in einem relativ guten Zustand. Ausser ein bisschen polieren und säubern war nicht viel dran zu machen.
Dabei war auch noch der original Karton (leider ohne Deckel).
Die Grundplatte ist etwas verkratzt was aus meiner Sicht zu so einer schönen alten Maschine aber dazugehört.
Immerhin hat sie einige Jahre auf dem Buckel.
Normalerweise steht eine Jahreszahl unter der Grundplatte, hier aber leider nicht. Lediglich ein Preis von 21,50 (vermutlich DM) wurde mit gelbem Wachsstift draufgeschrieben.
Das waren noch Preise ;-) 


Fleischmann 120/2 (Ausführung 1966)

Stempelung: Ohne

Diese 120/2 ist die vorletzte Ausführung die produziert wurde. Es gab noch eine spätere ab 1968, an dieser Ausführung wurden dann noch Kesselbänder angebracht.

Besonderheiten dieser Ausführung sind die Schwungradsockel aus Guß, sowie der Fleischmannschriftzug, welcher in die Aggregatplatte mit eingegossen ist.


Die Maschine ist bis auf das Kesselhaus in einem fantastischen Zustand und war in einer Sammlung, welche mein Freund Martin aufgekauft hat. 
Da Martin eher ein Wilesco-Fan ist habe ich die Fleischmann-Maschine von Ihm bekommen.

Fleischmann 120/4 (Ausführung 1952)

Stempelung: weiße 52

Die 120/4 bekam ich über eine Internetauktion.
Sie ist in einem sehr guten Originalzustand.
Die Grundplatte ist rot marmoriert und sie ist komplett, also ohne Fehlteile.
Dabei war sogar noch die Original Gebrauchsanweisung, leider fehlte jedoch die original Pappverpackung, die vermutlich die Jahre nicht überstand und in einen Kamin wanderte.

Bin sehr froh auch so eine Ausführung in der Sammlung zu haben.


Fleischmann 120/4 (Ausführung 1955)

Stempelung: Ohne

Die 120/4 bekam ich von meinem Dampfkollegen Yves aus der Schweiz.
Sie war leider auch in einem stark verrosteten Zustand. Hier insbesondere die Aggregatplatte. Der Rest der Maschine war jedoch in relativ gutem Zustand. Die Grundplatte hat zwar auch zwei kleinere Roststellen, vorne an beiden Seiten unterhalb des Kesselhauses, die mich aber nicht weiter stören. Auch weil ich gerne soviel wie möglich im Original belassen wollte. 
Lediglich die Aggregatplatte hatte eine komplette Revision nötig.
Sandstrahlen, Rostumwandler drauf, spachteln, schleifen, grundieren und lackieren.
Nun läuft sie wieder und ich muss sagen, sie läuft ausgesprochen ruhig.
Leider habe ich einen klitzekleinen Fehler bei der Lackierung der Aggregatplatte gemacht, welcher mir erst nach der Fertigstellung der Lackierung aufgefallen war.
Bei der originalen Aggrgatplatte ist der geriffelte Bereich silbergrau. Ich habe diesen Bereich jedoch auch, wie die Umrandung, in rot lackiert. 
Ich finde es passt sehr gut dazu.


Fleischmann 121/3 (zwischen 1950 und 1953)

Stempelung: Ohne

Ich bekam diese Maschine für gerade mal 25 Euro in einem sehr schlechten Zustand.
Ich habe sie komplett zerlegt und neu aufgearbeitet.
Bei der Aufarbeitung war mir wichtig so nah wie möglich mit den Lacken an das Original heranzukommen.
Es wurde wieder eine wunderschöne Maschine, wie ich finde.
Die Schwungräder scheinen vor Jahren mal ausgetauscht worden zu sein. Vermutlich aus dem alt bekannten Problem - Zinkfraß.


Fleischmann 122er-Reihe (122/2 - 122/3 - 122/4) 

Die 122er-Reihe von Fleischmann sind wunderschöne Maschinen mit einem hochgelegten Schwungradfundament bzw. Aggregatblock.
Die Modelle wurden ab 1954 produziert. Das letzte Modell aus dieser Reihe, die größte 122/4 wurde bis 1966 produziert, die anderen wurden früher aus dem Programm genommen.
Die kleinste 122/2 wurde als erstes im Jahr 1962 aus dem Programm genommen, wodurch sie auch am seltensten zu finden ist.

Fleischmann 122/2 (Die Kleinste)

Stempelung: Ohne

Die kleinste und seltenste der 122er-Reihe wurde von 1954 - 1962 produziert.
Die Maschine bekam ich als Dachbodenfund in einer uralten Papkiste mit einigen Antriebsmodellen.
Die Maschine war in genutztem und verschmutzem Zustand, jedoch war an der Substanz erkennbar, dass sie nach einer Reinigung wieder sehr gut dastehen würde - ausserdem war sie vollständig. 
Schade nur, dass versucht wurde den Kessel vorne außen mit dem Kesselhaus durch eine Lötstelle zu verbinden, da sich scheinbar die original Löststelle innen gelöst hatte.
Diese nicht sehr schöne Lötarbeit wurde enfernt und der Kessel wieder an den original Stellen mit dem Kesselhaus verlötet. 

Fleischmann 122/3 (Die Mittlere)

Stempelung: 14/8 (14. Kalenderwoche 1958)

Die mittlere Ausführung der 122er-Reihe wurde von 1954 - 1965 produziert.
Die Maschine kam in einem wirklich guten Zustand zu mir.
Sie wurde nur gereinigt und aufpoliert.

Fleischmann 122/4 (Die Größte)

Stempelung: Ohne

Die größte Ausführung der 122er-Reihe wurde von 1954 - 1966 produziert. Also die am längsten produzierte Maschine.

Die Maschine befindet sich noch im original Kaufzustand.
Man sieht, dass die Grundplatte einige Lackabplatzer hat, weiterhin ist der Kessel noch leichtverrußt.

Bilder der Restauration folgen! 

Fleischmann 125/2 (1961)

Stempelung: weiße 6/1 (6. Kalenderwoche 1961) 

Auf dem Bild sieht man den Zustand der Maschine als ich Sie bekam. Die Grundplatte hatte schon schwer gelitten, wobei ich immernoch nicht verstanden habe, wie sie am hinteren Teil (hinter dem Aggregat) eine Brandstelle bekommen kann.
Die Dampfleitung war gebrochen und das Schauglas vorne war defekt und ließ sich auch nicht mehr ausbauen. Hier wurde scheinbar auch schonmal die vordere Kesselabdeckung abgemacht (ersichtlich an der Lötstelle um die Naht).
Auch hier habe ich die Grundplatte gesandstrahlt, grundiert und neu lackiert. Alles wurde gereinigt und ein neues Schauglas mit neuer Dichtung wurde eingebaut.
Mittlerweile habe ich mir auch eine neue Dampfleitung selbst gebogen und eingebaut und habe einen ersten Testlauf gestartet.
Positiv war, dass die Leitung und alle Stellen, welche ich lötete dicht sind und auch das Aggregat lief. 
Negativ war, dass das neue Schauglas zwar passt und auch das richtige ist, jedoch die Einschraubstellen nicht dicht sind. Hier ist ein Loch auch zu groß. Eventuell wurde da mal dran rumgewerkelt. 
Also wird daran weiter gearbeitet.


Fleischmann 125/4 (1955)

Stempelung: 35/2 Made in Western Germany

Eine komplette 125/4 hat den Weg zu mir gefunden.
Sie wurde sozusagen für "ein Appel und ein Ei" angeboten, sodass ich wie immer nicht Nein sagen konnte.

Nach nun doch einer längeren Zeit, da immer wieder andere Projekte dazwischen kamen, ist sie endlich fertig gestellt.

Ich konnte sogar noch einen passenden Leekarton inkl. Beschreibungen ergatteren.

Aber seht einfach selbst.....


Fleischmann 130/2 (1946)

Stempelung: 

Sowas fällt einem auch nicht alle Tage in den Schoß!
Eine Fleischmann 130/2 - jetzt sagen einige Kenner dieser Seite, dass das nix besonderes ist - er hat ja schon 3 Stück davon.
Ja, aber keine "1. Serie" der 130/2.

Es ist das älteste Modell von ca. 1946, da man noch die Aggregatplatte aus Doll-Beständen nutze, mit den beiden vorgesetzten Schraubenaufnahmen. 
Weiterhin hat die Grundplatte einen zusätzlichen Zierstreifen an allen Seiten und die Farbe der Grundplatte ist Graublau, was alles Indizien für eine der ersten Baureihen, nach der Übernahme der Firma Doll durch Fleischmann, sind.

Natürlich ist wie immer das Schwungrad und der Zentrifugalregulator, aufgrund des Zinkfraßes, nicht mehr vorhanden. Der Käufer hat jedoch ein Ersatz-Schwungrad dazugelegt, welches leider zu groß ist.
Mittlerweile konnte ich jedoch wieder eine Schlachtmaschine bekommen, die mir als Teilespender für das Schwungrad und den Zentrifugalregulator dient.

Bilder der Restauration folgen !!!  


Fleischmann 130/2 (1952)

Stempelung: weiße 52 (1952)

Diese alte Version einer 130/2 war wie immer ein Glücksfund.
Ich bekam die Maschine mit der großen Fleischmann Transmission 248/1 und dem Schmied 232 zu einem Schnäppchenpreis.
Sie ist eine 1952er was natürlich sofort einen Nachteile mit sich bringt - der ZINKFRAß !! (siehe auch meine 120/2 mit marmorierter Grundplatte von 1952). Die Lagerböcke des Schwungrades, sowie das Schwungrad selbst lösen sich langsam in wohlgefallen auf.
Hier ist aber bereits eine Lösung gefunden. Ich habe eine Maschine zum Schlachten erworben, welche neueren Baujahres ist und somit der Zinkfraß kein Thema sein sollte. Ich werde natürlich von der Restauration berichten.
Bis auf den Zinkfraß ist die Maschine in einem auffallend guten Zustand und ist meines Erachtens auch kaum befeuert worden.

Die Restaurierung wurde am 01.11.2021 abgeschlossen. 


Fleischmann 130/2 (Ausführung ab 1957)

Stempelung: 

Diese 130/2 komplettierte meine Sammlung dieser Serie, neben der 52er Ausführung und der 66er Ausführung.
Im Prinzip gibt es nur noch eine, mir fehlende Version die sich von den anderen Modellen unterscheidet und das ist die Version 1949/1950.

Meine hier abgebildete 57er Version war in schlechtem Zustand, jedoch mit einer guten Substanz für eine Restauration.
Sie hat einen brünierten Kessel und der Unterschied zur Vorgängerversion ist die farblich neu gestaltete Grundplatte. 
Die Änderung zur Nachfolgeversion ist die Aggregatplatte, welche im ab der 66er Version den Fleischmann Schriftzug im Aggregatsockel eingegossen hatte.

Mittlerweile hat sie auch den Kaminschlot in brauner Farbgebung, wie sie auch ausgeliefert wurde.
Auf dem Bild rechts, ist noch der graue Kaminschlot drauf, den ich für das Foto bei der 52er Version gemoppst hatte.

Alles weitere über die Restauration ist auf den unteren Bilderreihe dargestellt.


Fleischmann 130/2 (Ausführung ab 1966)

Stempelung: weiße 17/6 (17. Kalenderwoche 1966)

Die 130/2 war auch wieder ein Glücksgriff. 
Sie ist eine der letzten Ausführungen ab 1966, erkennbar an dem Fleischmann-Schriftzug auf dem Guß-Aggregatsockel, aber auch an der Stempelung unter der Grundplatte (17/6 = 17. Kalenderwoche 1966). Weiterhin ist es die zweitgrößte von Fleischmann je gebaute Dampfmaschine. Es gab nur noch eine größer, die 135/2.
Da die Maschine aus einem späteren Baujahr ist, hat sie auch keine Probleme mit dem gefürchteten Zinkfraß bspw. an Schwungrad oder Lagerböcken.
Ich bin sehr froh ein solch schönes Stück bekommen zu haben (inkl. Originalverpackung und Zubehör).
Leider wurde der Kessel nicht immer nach dem Gebrauch gereinigt und somit hat das Wasser und Öl über die Zeit seine Spuren hinterlassen.
Das Kesselhaus (inkl. Anbauteile wie Treppe oder vordere Tür mit Rahmen und der Brennschieber) wurde sandgestrahlt und mit hitzebständigem Lack neu lackiert. Weiterhin wurde sie komplett gereinigt und poliert.

Beim ersten Testlauf wollte sie leider noch nicht. Ich vermute, dass die Leitung zum Aggregat dicht ist und muss da nochmal nacharbeiten.
Trotz diesem Rückschlag konnte ich jedoch die Dichtigkeit des Kessels bestätigen, was auch schonmal viel wert ist.
Zum Laufen bekomm ich das gute Stück auch noch.

Neuer Zwischenstand - sie läuft nach der Durchsicht fantastisch !!


Größenvergleich Wilesco D24 vs Fleischmann 130/2 

Hier ein kleiner Größenvergleich um sich auch die Größe der 130/2 besser vorstellen zu können (gerade für Wilesco-Begeisterte, die ja wissen wie groß eine D24 ist).

Auf diesem Bild sieht man auch ungefähr den ursprünglichen Zustand der 130/2 kurz nach dem Kauf. 


Fleischmann 135/2 (Ausführung ab 1965)

Stempelung: 

Die 135/2 ist die größte Maschine aus dem Fleischmann-Programm gewesen.
Leider ist es nicht meine, sondern die meines Dampfkollegen Martin.
Wir wollen das gute Stück noch restaurieren, aber zur Zeit haben wir gerade noch das Projekt Wilesco D32 Restauration am Laufen.
Sobald das abgeschlossen ist widmen wir uns der Fleischmann. 

Und bis ich eine eigene habe, was echt ein Problem ist, da dieses Modell sehr selten angeboten wird, kommt einfach ein Bild der Maschine von Martin hier rein ;-)


Fleischmann 155/1 

Stempelung:
 

Von meinem Sammelkumpel Jonas habe ich dieses wunderschöne Fleischmann Lokomobil bekommen.

Es war schonmal bei mir in der Dampfwerkstatt zur Reparatur und ich hätte es damals schon am liebsten behalten ;-P umso mehr freute es mich als mich Jonas fragte, ob ich sie haben möchte. 

Natürlich will ich sie haben!!

Jetzt muss nur noch ein Dach angefertigt werden und dann steht sie wieder Top da.