Bing 10/129/2
Ein wunderschönes kleines stationäres Lokomobil von Bing, welches ich nicht an mir vorüberziehen lassen konnte.
Bei diesen Modellen finde ich die Grundplatten einfach wunderschön. Die Fliesenoptik hat was besonderes, wie ich finde.
Die Maschine konnte ich mit 7 Antriebsmodellen und dem kompletten Dampfmaschinen-Zubehör aus früheren Tagen erstehen.
Bei den Antriebsmodellen handelt es sich um 3 Blechantriebsmodelle der Firma Arnold, sowie einer Mühle aus litographiertem Blech der Firma Bing. Weiterhin waren 3 Gussmodelle dabei. Dabei handelt es sich um folgende Modelle:
- Exzenterstanze 10/256 von Bing
- Schleif-Polierbock 10/259 von Bing
- Hochtransmission 654/1 von Doll
Die Patina bleibt, da ich bei diesen alten Maschinen den Zustand erhalten möchte.
Doll 335/2
Beide Doll Maschinen und auch die Lipsia waren in der Nachlass-Sammlung die ich mit meinem Schwiegervater aufkaufte.
Die Maschinen sind in einem restaurierungsbedürftigen Zustand, wobei die hier abgebildete 335/2 die beste der beiden Doll Maschinen ist.
Ihr fehlen lediglich ein paar Stufen vom Aggregatbock, der original Spiritusbrenner sowie der original Kamin fehlen. Dafür war ein original schwarzer Doll Trichter dabei.
Sie bekam vom Vorbesitzer einen Wilesco-Kamin verpasst.
Die Stufen sind relativ unproblematisch zu restaurieren aber man kann sich immer gerne bei mir melden, wenn jemand den original Kamin oder Brenner abzugeben hat.
Doll 343/4
Bei dieser Maschine fehlten auch der Spiritusbrenner und der Kamin. Einen Kamin konnte ich jedoch mittlerweile bekommen.
Leider ist das Schauglas defekt und es wurde vorne eine Attrappe angebracht. In die ehemaligen Öffnungen für das Schauglas wurden Schrauben eingelötet.
Wie immer - eine noch bevorstehende Herausvorderung.
HGL Typ FN-4
Ein absoluter Glückstreffer.
Der Verkäufer räumte eine Werkstatt aus und fand dieses Schmuckstück.
Die Firma HGL sprich: Henrich & Gröning Lüdenscheid (beachte nicht Heinrich sondern Henrich) produzierte von 1946 - 1950 Dampfmaschinen in Lüdenscheid und wurde ab 1950 von Wilesco übernommen, wodurch Wilesco mit der Produktion und dem Verkauf von Dampfmaschinen begann.
Die beiden Inhaber Dipl.-Ing. Egon Henrich und Wilhelm Gröning hatten vorher eigene Betriebe und schlossen sich 1946 zusammen.
Die Produktion der Dampfmaschinen selbst war relativ kurz. Verschieden Quellen sprechen von 2-3 Jahren (da bin ich aber noch am recherchieren und auswerten).
Näheres zu HGL werde ich nach meinen Recherchen hier noch auf der Seite weiter ausführen. Angeblich gab es ca. 12 Modelltypen von HGL-Dampfmaschinen.
Die hier abgegbildete FN-4 ist eine Zweizylinder-Dampfmaschine mit oszillierenden Schwingzylindern.
Besonderheiten dieser Modelle sind die Grundplatten aus Presskarton (heute undenkbar) und das Schwungrad aus sehr brüchigem Plastik (scheinbar ein spätes Modell, da es auch eine ältere Ausführung mit einem Schwungrad aus Guss gab).
Die Maschine befindet sich zur Zeit in der Restauration.
Leider fehlt auf einer Seite die Kurbelscheibe zum Antreiben des Kolbens.
Weiterhin fehlt der alte Manometer, was aber angeblich auch ein Zubehörteil (Extra) gewesen sein könnte. Ich habe auch schon welche mit einer einfachen Verschlußschraube an dieser Stelle gesehen.
Lipsia - Leipziger Lehrmittelanstalt (um 1900 bis 1920)
Was ich bisher von den Lipsia Maschinen rausgefunden habe ist, dass Sie wie oben beschrieben für Lehrmittelanstalten gebaut wurden. Also als Lehrmittel für Schulen und entsprechende Anstalten um das Wissen von Dampfmaschinen und deren Wirkungsweisen zu vermitteln.
"Wat issn Dampfmaschine !" - so wie in der Feuerzangenbowle.
Die Lipsia Dampfmaschinen wurden von den Herstellern Schoenner und Märklin gebaut, wobei die Maschine die ich bekam eine Märklin zu sein scheint.
Ob die Bemalung noch original ist kann ich nicht sagen und wie immer fehlt der original Spiritusbrenner, aber sie läuft wie ein Uhrwerk - natürlich nach einer kleineren Überholung.
Das Schauglas fehlt leider auch .
NEUIGKEIT April 2021
Ich wollte die Lipsia erst verkaufen, jetzt habe ich mich dazu entschlossen, sie komplett zu überarbeiten und zu restaurieren.
Habe mittlerweile auch mehrere Lipsias im Netz gesehen, sodass ich vermute das die Lackierung nicht original ist. Deshalb versuche ich sie wieder originalgetreu hinzubekommen. Mal schauen.
Bilder folgen!!
Ernst Plank (Typ unbekannt)
Mal wieder ein schönes altes Maschinchen, dass ich online erworben habe.
Vermutlich ein Modell nach 1930 als günstige Exportvariante produziert, aber vollständig mit Zubehör.
Die Typbezeichnung ist mir leider nicht bekannt, ein Freund meinte vermutlich irgendwas zwischen Typ 340 und 352, aber bei Ernst Plank bin ich absoluter Laie.
Leider hatte die Grundplatte in den Jahren sehr gelitten und ich entschied mich dazu sie komplett zu restaurieren.
Sie hatte ursprünglich eine hellgraue, marmorierte Grundplatte (Rauchoptik) mit einer roten Umrundung auf der Oberfläche und einem zusätzlichen gelben Zierstreifen.
Das Aggregat war dunkelblau bis schwarz mit einem hellblauen Zierstreifen.
Das Kesselhaus wurde mit hitzebeständigem Lack auch erneuert.
Vorher wurde wie immer alles sandgestrahlt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Weitere Bilder folgen!